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Sie fehlt mir.

Das tut sie.

Und damit meine ich nicht die Art des Fehlens
die einen
immerzu mit weinerlichem Vermissen vereint
stetig mit unerträglicher Sehnsucht gepaart
dazu bringt
sich jede Nacht
unfähig einzuschlafen
unter Tränen und mit zusammengekniffenen Augen und in den durchnässten Kissenbezug gepresstem Gesicht
nach der verlorenen Liebe zu sehnen
und zu fragen
“Warum ich?”

Nein.

Noch eher gemeint ist der Umstand ihres permanenten Fortseins.
Dass sie weg ist
so weit
dass nicht einmal Erinnerung an sie für dich greifbar wäre.
Ich habe einmal geschrieben, dass es mehrere Wege gibt, einen geliebten Menschen zu verlieren.
Da gäbe es einmal die, die einem einfach wegsterben, …
wiederrum andere, die einen verlassen, vorsätzlich.
Und wieder andere, die versteckten sich, versteckten sich im Unterbewusstsein ihrer selbst, ohne Rücksicht.
Ich schrieb auch, dass viele nie zurückkämen.

Sie darbte weder dahin,
noch hätte sie mich je verlassen.
(Denn hier bei mir war sie nie ganz gewesen.)

Sie versteckt sich.
Wie ein kleines Kind
Reizte mich, bis ich nicht mehr widerstehen konnte,
ihr hinterherzulaufen
Dem schwarzen Schopfe folgend, balancierte ich über nasses, rutschiges Holz,
geschickt wie ein Raubtier,
wich Ästen und Gestrüpp aus,
darauf bedacht,
kein Geräusch zu erzeugen
und sie darf mich nicht hören
und sie darf mich nicht sehen.

Ist sie nah, so schleiche ich.
Dann dreht sie sich zu mir um und lächelt und macht sich auf zu ihrem nächsten Versteck, tiefer im Wald, unerforschtes Gebiet, wo man sich  nicht auskennt und wo einem die Angst vorm Unbekannten die Beine zuschnüren kann.

Ist sie fern, kann ich sie nicht hören oder sehen, so sprinte ich.
In rasendem Spurt
presche ich leichtfüßig und ungehemmt
ihrem Duft hinterher.
Zwischen Bäumen hindurch
der Dunkelheit entgegen
unter mir die Erde
über mir die in den Sternen manifestierte Ewigkeit

Ein animalischer Schrei neben mir durchdringt zuerst mein Hörorgan,
dann meinen ganzen Körper.
Oh Schreck,
Die Füße gleiten über den Boden,
und ich verliere den Halt
ich stürze
und ich falle
und ich liege im kalten Schlamm, als das Gesicht erscheint, das nicht mehr liebt, weil wir nicht mehr liebenswert sind, sondern peinlich. Für jeden von uns.

Ich brach mit der Routine und ging, verlasse ihr Gesicht und damit die verabscheuenswürdige Enttäuschung, die in ihm geschrieben steht.

Weil er jetzt aus ist, der Traum, vom Leben wie es sein sollte. Weil man aufhörte einander zu lieben,
weil es bequemer war
lieber auf etwas zu warten
als es selbst einzuleiten.

30.3.10 14:35
 


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